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Schlüssel im Zündschloss abgebrochen — was Sie jetzt tun sollten
Ein abgebrochener Schlüssel ist fast nie die eigentliche Ursache — er ist die Folge. Meist war das Schloss schon längere Zeit schwergängig, und irgendwann gibt das Metall nach. Wichtig ist jetzt vor allem, den Schaden nicht zu vergrößern.
Was Sie jetzt auf keinen Fall tun sollten
- Nicht mit Zangen, Nadeln oder Drähten stochern. Damit wird das Bruchstück meist tiefer geschoben und die Zuhaltungen zusätzlich beschädigt.
- Nicht den Zweitschlüssel gewaltsam nachschieben. Dann sitzen zwei Metallteile im Zylinder — und der zweite Schlüssel bricht oft ebenfalls.
- Kein Sekundenkleber. Der Versuch, das abgebrochene Stück anzukleben und herauszuziehen, verklebt zuverlässig die gesamte Mechanik. Das ist ein Klassiker und macht die Instandsetzung erheblich aufwendiger.
- Kein Kriechöl in Mengen. Es löst nicht und erschwert später die Arbeit am Zylinder.
Der wichtigste Rat: Lassen Sie das Bruchstück stecken, wie es ist. Ein sauber steckendes Reststück ist für die Instandsetzung deutlich besser als ein durch Rettungsversuche zerstörter Zylinder.
Warum der Schlüssel überhaupt gebrochen ist
Schlüssel brechen nicht ohne Vorgeschichte. In aller Regel steckt eines davon dahinter:
- Das Schloss war seit Wochen oder Monaten schwergängig, und es wurde mit zunehmender Kraft gedreht
- Der Schlüssel selbst war stark abgenutzt und dadurch geschwächt
- Es wurde am Schlüssel gehebelt, etwa mit einem schweren Schlüsselbund daran
Das erklärt auch, warum es mit einem neuen Schlüssel allein selten getan ist: Das Schloss ist meist ebenfalls verschlissen. Wird nur der Schlüssel ersetzt, bricht der nächste oft nach kurzer Zeit wieder.
Der zweite Schlüssel funktioniert noch — reicht das?
Kurzfristig vielleicht. Als Dauerlösung nicht. Wenn ein Schlüssel gebrochen ist, hat das Schloss seine Verschleißgrenze erreicht. Der verbliebene Schlüssel arbeitet ab jetzt gegen dieselbe abgenutzte Mechanik — es ist eine Frage der Zeit.
Kommt hinzu: Sie haben dann nur noch einen einzigen funktionierenden Schlüssel. Geht der verloren, wird es deutlich aufwendiger.
Wie die Instandsetzung abläuft
- Ausbau: Das Zündschloss wird komplett ausgebaut — mit dem steckenden Bruchstück. Selbst ausbauen oder eine freie Werkstatt beauftragen; auf Wunsch sprechen wir uns direkt mit der Werkstatt ab.
- Einsenden: Gut verpackt zusammen mit allen noch vorhandenen Schlüsseln und dem abgebrochenen Teilstück, falls Sie es haben.
- Bergung und Instandsetzung: Wir entnehmen das Bruchstück, prüfen den Zylinder und ersetzen die verschlissenen Bauteile aus eigener Fertigung.
- Schlüssel: Falls nötig, fertigen wir passende Schlüssel neu an — nach Schlüsselcode, durch Abtasten eines vorhandenen Schlüssels oder anhand eines Fotos.
- Rückversand: Nach dem Funktionstest versichert per DHL zurück.
Und wenn gar kein Schlüssel mehr da ist?
Auch dann ist eine Instandsetzung möglich. Wir können passende Schlüssel anhand des Schließsystems anfertigen. Teilen Sie uns in dem Fall bitte Fahrzeug und Modell mit, wenn Sie anfragen.
Gut zu wissen: Weil wir Ihr vorhandenes Schließsystem erhalten, muss die Wegfahrsperre anschließend nicht neu angelernt werden — anders als beim Einbau eines Neuteils vom Hersteller.
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